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Freitag, 8. Oktober 2010

noch mehr theorie

eine relevante VO an der Akademie immer am Dienstag, 14:30-16:00, Doris Guth: Gender 2/Liebe in der Populärkultur

>> Romantische Liebesideale, die mit heterosexuell, monogam, in höchstem Masse subjektiviert beschrieben werden können, dominieren nach wie vor unsere Vorstellungen von Liebe und unsere Liebespraxis. Dass auch dieses Konzept von Ambivalenzen und Ambiguitäten durchzogen ist, zeigt uns der konkrete Alltag. Die Herausforderungen der täglichen Lebens- und Liebessituationen werden konfrontiert mit Bildern aus dem medialen Alltag, die Teil unserer Vorstellungswelten von Liebe geworden sind. In diesem reziproken Verhältnis von persönlichen Beziehungen und öffentlichen Darstellungsweisen können Spielräume des Wünsch-, Denk und Mitteilbaren erfasst werden.
Im Rahmen der Lehrveranstaltung steht die Repräsentation der Liebe in populär-kulturellen Feldern wie Medien (Lifestyle-Zeitschriften), Filmen, Werbung u.a. im Zentrum: Inwieweit werden Idealvorstellungen von Liebe entworfen? Wie wirken sich diese Vorstellungen auf Diskurse und auf die Identitäten von Männer und Frauen aus? Inwieweit unterlaufen mediale Bilder normative Diskurse? Welche geschlechterdifferenten Positionen werden im Feld der Liebe und des Begehrens durch Repräsentation in den visuellen Medien und der Popmusik konstruiert bzw. dekonstruiert? Wie gestaltete sich das Spannungsfeld zwischen Subjekt und Gesellschaft – zwischen individueller Glückversprechung und Selbstverwirklichung einerseits und idealisierten Vorstellungen romantischer Liebe, normierter Liebespraktiken und etablierter Geschlechterordnung andererseits? Inwieweit haben zur romantischen Liebe alternative (queere, polyamoreuse) Konzepte Platz in der Populärkultur?

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